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Schlechtes Gewissen?

Jeder Hundehalter kennt die Mimik der Fellnasen - herzerweichender, reumütiger, entschuldigender Blick, von unten nach oben. Oftmals meinen wir, der Hund habe ein schlechtes Gewissen, besonders dann, wenn dieser Blick in direktem Zusammenhang mit einem Fehlverhalten steht, wenn er etwas “ausgefressen” hat oder irgendetwas Ausserordentliches passiert ist. Besonders dann fällt uns auch dieser Blick erst auf.

Wir Menschen meinen dann, das Tier empfindet Reue, möchte sich entschuldigen und vieles mehr. Aber ist das überhaupt möglich? Ist es nicht eigentlich nur etwas, das wir Menschen interpretieren, eine Verhaltensmuster, das wir aus der Welt der Menschen kennen?

Tatsächlich haben Hunde keinerlei moralische Instanz, können aber durchaus Beschwichtigungssignale aussenden. Eine Unterscheidung zwischen böse und gut ist ebenfalls nicht möglich, aber genau das wäre die notwendige Grundlage um überhaupt ein schlechtes Gewissen zu entwickeln.

Aber - Hunde sind sehr feinfühlig, spüren sehr wohl die Stimmung der zweibeinigen Begleiter. Wenn also der Hund etwas angestellt hat, sendet er Beschwichtigungssignale aus, unter anderem kann das dann der berühmte “Hundeblick” sein.

Weitere Signale der Beschwichtigung (oftmals auch der Unsicherheit) sind zum Beispiel häufiges Lecken über die Nase, lautstarkes Gähnen, Blinzeln der Augen oder auch das Wegdrehen des Kopfes.

Nicht jeder Hundehalter erkennt diese Signale, so dass einzig der vermeintliche unterwürfige Blick wahrgenommen wird.